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Film: Baby Driver

 

Regie: Edgar Wright

Im Kino seit: 27.7

Länge: 115 min

FSK: 16

 

Meine Kritik

 

Baby hat seit einem Unfall in seiner Kindheit einen Tinnitus und um diesen zu übertönen hört er immer und überall Musik. Auch wenn er als Fluchtfahrer für Doc tätig ist, was er nur sehr ungern macht, aber er ist der Beste den man für diesen Job kriegen kann, denn Baby fährt zwar den Wagen, aber die Musik fährt ihn. Als er endlich die Möglichkeit hat auszusteigen, tut er es sofort. In einem Café hat er nämlich die Kellnerin Debora kennen gelernt, sie hört auch gerne Musik und singt dazu auch noch wunderschön. Baby und sie haben beide den selben Wunsch: Ein Auto ihrer Wahl, eine endlose Straße und die passende Musik in den Ohren. Etwas trennt sie allerdings davon das Ganze in die Tat umzusetzen. Doc hat sich wieder gemeldet, er braucht Baby noch ein letztes Mal. Was Baby an der Sache überhaupt nicht gefällt ist, dass Bats dabei sein muss, der durchgeknallte Psychopath der auch nicht davor zurückschreckt Menschen zu erschießen, ein ganz schlechtes Omen.

 

Es gibt sie also doch, die Actionreichen Auto jagten die trotzdem den Fuß auf dem richtigen Pedal haben und rasante Unterhaltung und gelungene Dialoge liefern können. Nachdem der Film schon vor dem Kinostart, dank der ganzen positiven Kritiken der Presse, durch die Decke schoss, war ich mal wieder mehr als skeptisch. Entweder der Film hat es wirklich drauf oder der Hype macht ihn nur zu einem der besten Filme des Jahres. Deshalb schraubte ich meine Erwartungen im Vorfeld gleich mal etwas runter, auch wenn eine gewisse Erwartungshaltung blieb. Doch ganz zu Unrecht zweifelte ich an dem Film, bin ich doch leider seit der Fast & Furious Reihe eher abgeschreckt was Filme in diesem Format angeht. Ebenfalls zweifelte ich an der Besetzung: Ansel Elgot als tougher Fluchtfahrer? Den nimmt man ihm dann auch im Film keine Sekunde ab. Aber darum geht es ja gerade, dadurch passieren unerwartete Situationen die man dank Ansels „gutmütigem Babyface“ niemals erahnt hätte. Besonders liebevoll ist der Soundtrack ausgesucht worden. Wir haben eine wirklich wunderschöne Musikauswahl die bis auf wenige Sekunden auch niemals stoppt. Hand in Hand fließt der Soudtrack von Szene zu Szene und gibt dabei den Takt der Schnelligkeit und der Situationskomik vor. Wobei auch von dem Witz sehr viel weniger drin steckt als gedacht, sieht der Film im Trailer noch nach einem FSK 12 Streifen aus mit Hang zur Komödie, darf es im Kino auch mal blutig sein. Das gibt dem Film jedoch zusätzlich Pfeffer und fast atemlos rast er 115 Minuten dahin. Ansel Elgot als von der Musik getriebener junger Fahrer spielt den coolen Typen, der sich auch nicht zu Schade ist auf der Straße zu seinen Songs zu singen, kleine fast schon Musicalnummern einzulegen und dabei eigene Lieder zu mixen. Fehlt eigentlich nur das alle Darsteller so enthusiastisch mitsingen und tanzen, dann wäre das Ganze noch in einem anderen Genre gelandet. So ist es ein äußerst stimmiger, interessanter, unterhaltsamer, mitgroovener, gute Laune machender und nie langweilig werdener Film geworden, der hält was die Kritiken versprechen. Besser als jeder der FF Teile schneidet sich Baby Driver eine Scheibe von Kingsman ab, hat man das Gefühl, was dem Film aber auch mehr als gut tut. Erfrischend leichte Kost die trotzdem so viel mehr Pepp hat als das Kino derzeit zu bieten hat!

 

Meine Meinung: