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Film: Fifty Shades Freed

 

Regie: James Foley

Im Kino seit: 8. Februar

Länge: 106 min

FSK: 16

 

Meine Kritik

 

Anastasia heißt nun nicht mehr Steele mit Nachnamen sondern Grey. Und zusammen mit Christian verbringt sie ihre Flitterwochen innig und voller Leidenschaft, zwischen teuren Jachten und schnellen Autos. Doch dann bekommen sie Nachricht, das Jack Hyde bei Christian in der Firma eingebrochen ist. Christian ist nicht wohl bei dem Gedanken das Hyde immer noch da draußen ist und stellt jedem aus seiner Familie, Anna eingeschlossen Bodyguards zur Seite. Anna gefällt das nicht, aber sie geht den Kompromiss ein und darf immerhin weiter zur Arbeit fahren. Das neue Luxusleben gefällt ihr langsam und sie sträubt sich nicht mehr gegen jedes Geschenk von Christian. Doch ihr gefällt es auch immer noch sich gegen Christian aufzubegehren, ihn wahnsinnig zu machen in dem sie ihm widerspricht. Christian hat dafür seine Methoden um Anna zu bestrafen, das Spielzimmer darf weiterhin existieren, doch Christian lässt sich dafür auch immer weiter auf Anna ein. Bis sie ihm etwas erzählt das ihn vollends aus der Bahn wirft. Und dann taucht auch wieder Hyde auf um Rache zu nehmen und einzufordern was seiner Meinung nach ihm gehört.

 

Wäre der ganze Medienrummel im Vorfeld zu Teil 1 nicht so gewaltig gewesen, wäre der Film auch nie so umstritten geworden. Doch Fans aus aller Welt hofften auf eine Buch-gleiche Verfilmung und bekamen mit Teil 1 nur eine sehr seichte Variante dessen was das Buch eigentlich erzählte. Der erste Teil hätte auch ein x-beliebiger Liebesfilm sein können und wäre er unter diesen Voraussetzungen gestartet wären die negativ Kritiken wahrscheinlich auch nicht so groß aufgeputscht worden. Doch so hatte Teil eins nicht mal Ansatzweise was zu zeigen geschweige denn zu erzählen und lahmer kann ein Film gar nicht sein. Im 2. Teil wollten die Macher wohl dann die Gemüter beruhigen und wenigstens für Spannung sorgen, wenn der Sex schon nicht funktionierte. Schnelle Autos, Action und ein bisschen schräge Spannung sollten hier gerade biegen was Teil 1 verbockt hatte. So wirklich gelang das nicht, aber ich habe mir zumindest diese Fortsetzung schon lieber angesehen als das seichte Liebesdrama aus dem vorangegangenen Film. Fifty Shades Freed ist nun endlich der Abschluss einer Desaster Reihe, zumindest der Presse nach, und die Geschichte um den Millionär mit gewissen Vorzügen Christian Grey und die schüchterne Anna Steele rast in 106 Minuten dem Ende zu. Natürlich müssen noch eine Heirat, eine zunächst glückliche Ehe und alles was die mit sich bringt untergebracht werden. Man merkt wie der Film versucht schnell noch ganz viel zu erzählen und dabei eine Mischung aus Teil 1, nur mit doppelt so viel Sex, und Teil 2, nur mit doppelt so viel Action, zu bieten. Also sehen wir protzige Jachten, Sex, schnelle Autos, Sex, ein paar teure Kleider, Sex. Das beschreibt so ungefähr die Handlung, eine lächerliche Entführung findet dort auch noch seinen Platz und das Drama des letzten Teils ist perfekt. Zumindest sollten die Fans nun nichts mehr zu meckern haben, immerhin bietet dieser Finale Teil doch wesentlich mehr nackte Haut und mehr Sex als die Vorgänger. Aber wirklich erotisch ist es nicht, wenn man Eis von einer behaarten Männerbrust schleckt und dabei wie ein kleines Mädchen kichert. Was der ganze Rummel um die Filme soll verstehe ich wohl nie, die Macher dürften sich aber freuen, denn schlechte Presse, goldene Himbeeren sind wohl besser als nix. Mehr hätten sie als einfacher Liebesfilm, um den es im Vorfeld nicht so viel Gerede gegeben hätte, wohl nicht bekommen. Und bis auf gewaltige Bilder, vollgestopft mit den teuersten Dingen, hat wohl niemand Lust gehabt hier mehr Zeit als nötig zu investieren. Schnell abgedreht und ein Soundtrack runter gelegt und ab auf die Leinwand. Da hilft es nicht mal mehr das Safeword zu rufen, aber zum Glück haben wir es auch geschafft, irgendwie. Und vielleicht wird der ein oder andere auch unterhalten, ansonsten nicht vergessen: „Red, red, red."

 

Meine Meinung: