Film: Ostwind 3 – Aufbruch nach Ora

 

Regie: Katja von Garnier

Im Kino seit: 27. Juli

Länge:

FSK:

 

Meine Kritik

 

Mika sollte eigentlich glücklich sein, sie hat Ostwind, ihr zu Hause - das Gestüt und Milan. Doch Ostwind ist nicht zufrieden und auch Mika nerven die vielen Leute die mit ihren Pferden zu ihr kommen um sie nach Rat zu fragen, weil sie denken das etwas mit ihren Pferden nicht stimmt, dabei sind es meist die Menschen mit denen etwas nicht stimmt. Und dazu kommen noch die seltsamen Träume die Mika jede Nacht hat, immer wieder träumt sie von Wildpferden und einem Zeichen oder Symbol, dasselbe Symbol das Ostwind auf der hinteren Flanke trägt. Milan erklärt ihr das es ein Brandzeichen ist, es kommt aus Spanien, einem Ort namens Ora. Mika muss dahin, sich selbst finden, Ostwinds Herkunft und rausfinden wohin sie hingehört. In Ora erwartet man eine Sonja, kurzerhand gibt sich Mika als die Work und Travel Sonja aus und darf dort arbeiten. Sie findet auch Ostwinds Verwandtschaft und Tara, die Frau die mit den Wildpferden zusammen lebt. Doch dieses Paradies in dem sie leben wurde von der Stadt aufgekauft und die Quelle von Ora soll zerstört werden, das muss Mika unbedingt verhindern, dabei helfen ihr alte und neue Freunde.

 

Wir sind wieder zurück in Kaltenbach, wenn auch nur kurz, denn der 3. Teil von Ostwind entführt uns nach Andalusien. Damit eröffnet sich dem Filmteam auch gleich neue Möglichkeiten, wir bekommen einen Hauch Spanien zu uns nach Deutschland geweht, ob in Form von Musik, Reitkunst oder epischen Landschaften, ein wenig Magie kehrt zurück. Doch diese wehrt nur kurz, denn so wirklich in die Welt von Mika werde ich auch in diesem 3. Teil nicht hineingesaugt, die magische Verbindung zwischen Mensch und Pferd, wie sie noch in Teil 1 wunderbar gezeigt wurde, ist hier zwar irgendwie vorhanden, aber nicht mehr spürbar. Vielleicht hatte Katja von Garnier im ersten Teil alles ausgereizt was ging, vielleicht kann man den Moment wie man ihn bei Ostwinds Beginn damals eingefangen hatte, nicht nochmal so erschaffen. Das Gefühl bekomme ich zumindest, nachdem mich weder Teil 2 noch Teil 3 so begeistern konnte wie der allererste Film. Und das trotz altem Cast, dem sogar noch die begabte Lea van Acken hinzugefügt wird. Zu sehr versuchen die Macher Mika nun von einem Abenteuer ins nächste zu scheuchen, mal soll sie ihr Gestüt retten, mal die Quelle von Ora. Für das junge Publikum sicher ausreichend und unterhaltsam genug, dabei hatte der erste Teil so viel was ich auch gerne als groß gewordenes Kind sah und mehr gepackt und fasziniert hatte der mich auch. Jetzt ist es mehr ein laues Lüftchen statt ein reißender Wind. Zufrieden bin ich damit nicht ganz, hatte ich doch gehofft das der 3. Teil mich für den 2. entschädigt, aber ein gelungener Abschluss ist es dennoch geworden, und mit den letzten Szenen kommt ein wenig Wehmut auf, haben sie es doch nochmal geschafft einzufangen was Teil 1 durchweg zeigte: Freiheit, das grenzenlose Glück der kleinen Dinge und die Kraft und der Draht zwischen Pferd und Mensch. Hanna Binke ist und bleibt die Topbesetzung für diese Rolle, als freche, kämpferische Persönlichkeit, die das tut was sie sich in den Kopf setzt. Ein bisschen zu viel des Guten ist das kitschige Happy End leider, zumindest für mich, für die Fans von Ostwind bestimmt mehr als eine Erleichterung. Und solange man es als Unterhaltungsfilm für das jüngere Publikum betrachtet funktioniert es auch, doch die fehlende Unbeschwertheit wiegt in meinen Augen dann mehr als gedacht, schade darum, aber kein Grund sich davon abhalten zu lassen den Film zu sehen.

 

Meine Meinung: