Film: Paddington 2

 

Regie: Paul King

Im Kino ab: 23. November

Länge: 107 min

FSK: 0

 

Meine Kritik

 

Paddington lebt jetzt schon eine Weile bei der Familie Brown. Jeder in der Straße in der er lebt hat ihn liebgewonnen. Nun ist er auf der Suche nach dem perfekten Geburtstagsgeschenk für Tante Lucy, der er so viel zu verdanken hat, vor allem das er nun in London lebt. In einem Antiquitäten Geschäft entdeckt er ein Pop-up Buch das die verschiedensten Ecken Londons zeigt. Das wäre das perfekte Geschenk, denn Tante Lucy hat schon immer davon geträumt London sehen zu können. Doch leider kostet das Buch mehr als der kleine Bär hat und so muss sich Paddington einen Job suchen. Kurz vor dem großen Tag an dem er das Buch kaufen will wird es gestohlen und Paddington verhaftet. Die Familie Brown macht sich auf die Suche nach dem wahren Dieb, während Paddington das Gefängnis auf den Kopf stellt.

 

Wer kennt ihn nicht, den kleinen Bären mit dem viel zu großen Hut und dem Dufflecoat benannt nach einem Bahnhof in London. In seinem 2. Abenteuer auf der Kinoleinwand stellt Paddington nicht nur den ersten Film in Frage sondern begeistert durch die Bank weg und überzeugt durch Humor und gezielt gesetzten Emotionen. Dabei hielt ich den 2. Teil nach dem Trailer eher für Geldmacherei, sah er doch nur nach einer aus dem Hut gezogenen Fortsetzung aus die versucht wieder mit diesem niedlichen Bären mit den treuen Augen die Zuschauer für sich zu gewinnen. Ganz nebenbei: dieser Plan gelingt. Aber auch neben diesem wieder sehr gelungenen animierten Bären, hat der Film das Herz am richtigen Fleck und es gelingt ihm nicht nur einen spannenden Film für Kinder zu erschaffen sondern eine warmherzige Komödie die für die ganze Familie funktioniert. Die überraschend lustigen Szenen sitzen einfach und stellen Teil 1 durchaus in den Schatten. Einige Sequenzen sind, wie im ersten Teil, auch wieder überaus dramatisch und übertrieben, wie zum Beispiel Paddingtons Jagd nach dem Dieb in dem er auf einem Hund reitet, aber das macht der Film in seinem Gesamtwert wieder wett. Auch die Besetzung die zum Beispiel durch Hugh Grant ergänzt wird hat einen gewissen Charme und dürfte wieder einmal nicht nur den Kindern gefallen. Der Film entführt einen für kurze Zeit in ein magisches Abenteuer das seine Reize gezielt ausspielt und die Geschichten um den kleinen Bären in Ehren hält. Da kann man einen 3. Teil ja kaum erwarten, auch wenn hier wieder Zweifel aufkommen werden, doch wer sich nach einem ersten Teil noch steigern konnte, schafft dies vielleicht auch in einem finalen Teil. Wünschen kann man es sich nur, wenn jemand wie Paul King so einfache, humorvolle, liebenswerte Drehbücher schreibt die ohne große Worte auf der Leinwand funktionieren. Da schaut man auch gerne wieder Kinderfilme, egal wie alt man ist. „Es ist Humor mit dem Zitrus-Tang von hochwertiger dick aufgetragener Marmelade“, schreibt the Guardian. Besser hätte auch ich es nicht zusammenfassen können.

 

Meine Meinung: