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Film: Sieben Minuten nach Mitternacht (Original: a Monsters call)

 

Regie: J.A. Bayona

Im Kino ab: 4. Mai

Länge: 108 min

FSK: 12

 

Meine Kritik

 

„Ich wünschte, ich hätte 100 Jahre“, sagt seine Mutter ganz leise.

„100 Jahre, nur für dich!“

 

Connor hat es nicht leicht, seine Mutter ist schwer krank, er soll bei seiner Oma wohnen die er nicht leiden kann, was auf Gegenseitigkeit beruht und in der Schule ist er ein niemand der an und zu gehänselt wird. Doch eines Nachts, sieben Minuten nach Mitternacht um genau zu sein, besucht ihn ein Monster, in Gestalt eines sehr alten Baums vom Friedhof gegenüber. Das Monster will Connor in drei verschiedenen Nächten jeweils eine Geschichte erzählen, danach soll Connor ihm eine vierte Geschichte erzählen, eine wahre Geschichte. Das einzige was Connor eigentlich will ist das seine Mutter gesund wird und seine Oma verschwindet. Zwischen Traum und Realität offenbaren die Geschichten des Monsters Connor eine schmerzliche und doch überwältigende Wahrheit.

 

Ich hatte von dem Buch bisher nur gehört, doch das was der Film in seinen Bildern einfängt ist so unglaublich berührend, tiefgehend, einzigartig, das man spätestens nach diesem Film um den Autor der Geschichte nicht mehr drum herum kommt. Patrick Ness, Autor des Buches und Drehbuchautor des Films, hat ein Gespür für die richtigen Wörter und Geschichten mit dem Herz am richtigen Fleck, auch wenn seine Geschichte ein Thema angeht das keine Neuen Türen öffnet, so sind es doch die feinen Unterschiede die sich herausheben. Sieben Minuten nach Mitternacht ist keinesfalls eine Kindergeschichte und so wundert mich auch die Altersfreigabe, aber es ist eine Geschichte, die es tatsächlich geschafft hat mir die Angst vor dem zu nehmen das uns doch allen etwas Angst macht, der Wahrheit der wir oft nicht ins Gesicht blicken wollen bis wir müssen. Verpackt in ein Monster, gesprochen von Liam Neeson, und da lohnt sich auch wirklich das Original anzuschauen und seine Stimme zu hören, hat diese Geschichte etwas von der Weihnachtsgeschichte mit den 3 Geistern, nur dieses Mal ist es kein alter Greis der besucht wird sondern ein Junge in Not und dieser Junge wir gespielt von Lewis MacDougall der neben Jacob Tremblay meine Entdeckung 2016 bleiben wird, großartig fängt er die Emotionen des jungen Connor ein. Der Trailer zeigt nur ein Hauch von dem was einen im Film erwartet und bringt nicht mal im Ansatz rüber was der Film sagen will, es ist ein Film für junge Erwachsene oder für die, welche immer Kind geblieben sind. Wäre der Film 2016 erschienen wäre er der klare Favorit des Jahres gewesen. Patrick Ness berührt tief im Herzen und zeigt wie stark Worte sein können, wie stark Fantasy sein kann und das hier eine Buch Verfilmung gelungen ist, das spürt man, das sieht man in jedem Bild.

Zu alt um noch ein Kind zu sein, zu jung um ein Erwachsener zu sein“, so beginnt die Geschichte von Connor, so beginnt ein Film der mich von der ersten Minute an gepackt hatte, ob durch seine starken Bilder, Kameraaufnahmen welche ich so noch nicht gesehen habe, durch die wirklich erstaunlich gelungene Umsetzung des Monsters, durch die farbefrohen animierten Geschichten, durch die Verschmelzung zwischen Realität und Traum, durch seine Musik, durch seine ausdrucksstarken Schauspieler und durch eine Geschichte die weit über das hinaus geht was das normale Kino sonst zeigt.

 

Meine Meinung: