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Film: The Greatest Showman

 

Regie: Michael Gracey

Im Kino seit: 4. Januar

Länge: 105 min

FSK: 6

 

Meine Kritik

 

P.T. Barnum weiß wie hart das Leben sein kann, wächst er doch als armer Junge auf, der nichts weiter hat als einen großen Traum. Zu dieser Zeit lernt er auch Charity kennen, die Tochter reicher Eltern, die hinfort geschickt wird aufs Internat. Doch auch sie hat einen Traum und gemeinsam teilen sie ihre Wünsche und Hoffnungen, schreiben sich Jahrelang Briefe und heiraten schlussendlich. Barnum will Charity genau das geben was er sich immer erträumt hat, doch das Geld welches er verdient reicht gerade mal für eine kleine Wohnung in der es auch noch von der Decke tropft. Charity hingegen ist glücklich, sie hat alles was sie wollte. Barnum aber, angestachelt von den Ideen seiner Kinder eröffnet ein Kabinett der Kuriositäten das nach und nach zu einer kleinen Zirkusshow wird, mit den seltsamsten und gleichzeitig liebevollsten Gestalten die sich zusammenfinden ließen. Die einen feiern Barnum und seine Show, die anderen missachten diese. Und Barnum will mehr, er will endlich hoch hinaus, weit weg von dem Leben das er eins führte. Doch führt dieser Weg auch weg von allem was er hat und was er liebt.

 

Es ist viel mehr als nur die Geschichte eines Zirkuspioniers, viel mehr als nur ein einfaches Musical. The Greatest Showman liefert genau das was der Titel verspricht, eine großartige Show, die sich selbst Bild für Bild zu übertreffen versucht. Was man im Vorhinein hörte war schon durchweg positiv und auch die Besucherzahlen ließen keinen Zweifel daran, das Bill Condon und und Jenny Bicks hier was wirklich feines geschrieben und zu dem zwei fantastische Songwriter unglaublich geniale Lieder komponiert haben. Das der Film dann aber so rockt das weiß man erst wenn man ihn erlebt hat. Ich bin zwar ein Musical Fan und ich mag gute Songs und ein Feel-Good-Gefühl, das heißt aber noch lange nicht das mich jedes Musical mitreißt. The Greatest Showman hat genau das aber geschafft und zwar mit jedem einzelnen Lied. Man merkt das hinter jeder Einstellung ein Gedanke steckt, kein Bild ist ein Lückenfüller, jedes Bild sitzt, ist groß aufgezogen. Man kann sich verlieren auf der Leinwand, in dem was uns der Kameramann eingefangen hat, was die Kostümbildner erschaffen, die Setdesigner kreiert und die Schauspieler geleistet haben. Die Begeisterung des Casts, und zwar die echte, spürt man. Das Strahlen von Hugh Jackman überträgt sich von der Leinwand auf einen selbst. Wenn man nicht ebenfalls grinsen sollte, hat man Tränen in den Augen. Und wenn ich zu Anfang schon erwähnte das es mehr als ein Musical ist, dann weil eben jeder Song auch noch eine ganz bestimmte Message hat. Die Songs sind viel mehr Dialoge, gesungene Dialoge, die einen ansprechen. Der Text sitzt, das Bild sitzt, groß, größer, gewaltig. Es ist wirklich keine Einstellung lapidar eingefangen, nicht das sonst so gewohnte Hollywood Prinzip der Continuity Montage. Jedes Bild im Film könnte so als Standbild angehalten werden und man könnte sich dennoch nicht satt sehen. Genauso wenig wie von den Performances des Casts, eine gelungene Auswahl an bezaubernden Schauspielern, Sängern, Tänzern, ergänzt den Film und lässt ihn nicht nur funkeln sondern strahlen. Wenn der Film eines nicht ist, dann Mainstream. Neben all der Begeisterung gibt es keinen Platz für irgendeinen Makel, der Film will nun nicht belehren oder einen nachdenklich stimmen, er will vor allem eines: Glücklich machen. Denn wie P.T Barnum sagte: „Die nobelste Kunst ist jene, andere glücklich zu machen.“ Und ich finde genau das hat der Film geschafft. 

 

Meine Meinung: