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Film: Wenn du stirbst zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie (Original: Before I fall)

 

Regie: Ry Russo-Young

Im Kino seit: 1. Juni

Länge: 98 min

FSK: 12

 

Meine Kritik

 

Samantha hat die besten Freunde die es gibt, den süßesten und beliebtesten Typen der Schule, Partys ohne Ende und eine unvergessliche High School Zeit. Doch mit einem Autounfall verändert sich alles. Nach dieser Nacht wacht sie in ihrem Bett auf und der ganze Albtraum wiederholt sich aus Neue. Zunächst will sie es nicht wahr haben, denkt sie hat bloß ein Dejavú, doch nachdem sich alles genau so wiederholt und sie erneut wieder in ihrem Bett aufwacht muss sie feststellen das sie in ihrer ganz persönlichen Hölle gefangen ist. Selbst wenn sie den Tag verändert und nicht zu dieser Party fährt, die alles geändert hat, beginnt der Tag von vorn. Aber vielleicht ist das auch eine Möglichkeit alles besser zu machen und das nicht nur für sich selbst. Sie beginnt Dinge zu sehen und zu verstehen die sie vorher nie bemerkte, verstand. Ihren besten Freund aus der dritten Klasse zum Beispiel, oder Juliet, welche Samantha und ihre Freundinnen immer und überall ärgern. Wieso tun sie das eigentlich? Und liebt sie Rob wirklich? Wenn es für sie kein Morgen gibt, will sie das Heute so Leben wie ihren letzten Tag. Und dann plötzlich verstehen sie was sie tun muss um der Endlosschleife zu entkommen.

 

„Du hast mein Leben gerettet.“

„Nein. Im Gegenteil.“

 

Lauren Olivers erster Roman nahm Thema High School Zeit und Mobbing ganz anders vor wie so viele andere Autoren. Sie lässt ihre Hauptfigur ein und denselben Tag so oft erleben bis sie selbst versteht und sieht was falsch läuft. Und diese Veränderung die über die Zeit entsteht geht im Buch tief unter die Haut. Der Film macht gekonnt Abstriche, auch wenn dadurch teilweise der Zauber der Zeit verloren geht, viel zu schnell geschieht die Änderung in Samantha. Und dennoch erzählt der Film den Inhalt des Buches doch sehr geschickt. Einzig allein der ständige Wechsel zwischen irgendwelchen Pop Songs gibt dem Film nicht die nötige Ruhe, man hat das Gefühl das die Lieder zu aufgezwungen wirken, wenn das Herz rasen soll, setzten wir eben ein schnelles Lied ein. Aber Zoey Deutch und Halston Sage ergänzen sich super und auch der Kontrast zwischen Rob und Samanthas Jugenfreund ist erfrischen, wir brauchen nicht die typischen Surfer Boys um uns in Charaktere zu verlieben. Selbst das zeigt der Film mit sehr viel Charme, auch wenn hier ebenfalls alles an Fahrt aufnimmt, man hat in 98 Minuten eben nicht so viel Zeit wie auf über 400 Seiten Buch. Für alle jene, die, an dieser Stelle der Meinung waren das Buch sei sowieso viel zu langatmig gewesen: Schaut den Film, der ist definitiv eine Ecke kürzer. Ich hätte mir statt In Slow Motion zu zeigen das sie jeden Morgen wieder und wieder am selben Tag aufsteht, lieber gewünscht das sie wie im Buch mehr die Zeit genutzt hätte für dumme Sachen, nette Dinge, Abenteuer. Die Buch Samantha ist ebenfalls viel mehr eine „Bitch“ und viel fieser drauf als sanfte du liebe Film Samantha die schon zum Anfang des Films hin nicht die "gemeine Kuh" ist. Aber drum herum stimmt die Geschichte und selbst das Mädchen das sie auf der Toilette kennen lernt und mit welchen sie die Schuhe tauscht, taucht kurz auf. Ry Russo-Young kommt genau zur richtigen Zeit mit dem Film, denn ähnlich wie „Tote Mädchen Lügen nicht“ erzählt er die Geschichte von Menschen die mobben und gemobbt werden, von den Hintergründen dazu und das es nie zu spät dafür ist etwas zu ändern. Und während Samantha mehrere male am selben Tag aufwachen muss um zu verstehen was schief läuft, brauchen andere vielleicht nur Heute, denn wer weiß schon ob wie ein Morgen haben, wir sollten lieber aus jedem Tag das Beste machen!

 

Meine Meinung: