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Simon Geraedts veröffentlichte im Oktober 2013 seinen ersten Roman "Die Heilanstalt".

Auch dieses Jahr will er einen weiteren Roman aus seiner Schublade befreien und in die Bücherläden bringen.

 

1. Simon, du bist ja noch ziemlich jung. Wann hast du mit dem Schreiben begonnen?

 

Simon: Meine erste Kurzgeschichte habe ich mit neun geschrieben. Sie handelt von Piraten, die Schiffbruch erleiden und auf einer von Kannibalen bewohnten Insel stranden. Den Text – damals noch auf der Schreibmaschine getippt – habe ich vor kurzem nach vielen Jahren in einer alten Kiste wiederentdeckt. Über die Ausdrucksweise und besonders über die vielen Rechtschreibfehler musste ich herzlich lachen. Aber es macht mich auch stolz, dass ich schon in so jungen Jahren die Leidenschaft entdeckt habe, Geschichten zu erfinden und aufzuschreiben, und dass ich mir diese Leidenschaft bis heute bewahrt habe

 

2. Was waren deine ersten Bücher die, du veröffentlicht hast/Worum ging es in denen?

 

Simon: „Die Heilanstalt“ ist der erste Roman, den ich veröffentlicht habe. Vorher gab es auch schon umfangreichere Schreibversuche, die ich jedoch (bislang) noch unter Verschluss halte. Ich habe noch ein recht langes Manuskript aus früheren Jahren in der Schublade, das ich derzeit überarbeite und in diesem Jahr in zwei Bänden herausgeben möchte.

 

3. Wie kamst du zu dem Entschluss nun einen Roman zu veröffentlichen?

 

Simon: Nachdem ich die „Heilanstalt“ beendet hatte, war es auch mein Wunsch, die Geschichte einer Leserschaft vorzustellen. Ich sehe keinen Sinn darin, etliche Monate ins Schreiben eines Romans zu investieren, um ihn dann vor der Öffentlichkeit zu verstecken. Ein Text will doch gelesen werden, sonst ist es so, als würde er gar nicht existieren. Es macht keinen Unterschied, ob ein Skript in der Schublade liegt oder gar nicht erst geschrieben wird. Der Text selbst besteht nur aus toten Buchstaben und erwacht erst in der Fantasie der Leser zum Leben.

 

4. Kannst du in drei Sätzen sagen worum es in deinem Roman geht?

 

Simon: Ein junger Mann erwacht ohne Erinnerung in einer Heilanstalt. Alles wirkt hell und angenehm, doch er spürt von Anfang an eine unterschwellige Dunkelheit an diesem Ort. Nach und nach entdeckt er das düstere Geheimnis hinter dem schönen Schein und muss sich einer furchtbaren Wahrheit stellen.

 

5. Wie enstand die Idee zu dem Buch "Die Heilanstalt"?

 

Simon: Ich habe einmal geträumt, in eine helle Stätte einzukehren, in der alles behaglich und schön zu sein schien. Doch ich spürte im Verborgenen eine dunkle, bedrohliche Kraft, die darauf lauerte, mich in ihren Bann zu ziehen. Noch lange nach dem Aufwachen wirkte dieser Traum nach. In diesem Gegensatzpaar von schönem Schein und dunkler Wahrheit erkannte ich ein spannendes Grundsetting für einen Roman. Also habe ich die Idee weiter ausgearbeitet, bis im Laufe eines Jahres „Die Heilanstalt“ daraus entstand.

 

6. Was ist an der Hauptfigur "Patrick" so besonders und gibt es gewisse Ähnlichkeiten zwischen dir und Patrick?

 

Simon: Patrick ist kein typischer Romanheld, der mutiger und stärker ist als gewöhnliche Menschen. Im Grunde ist er ein ganz normaler Typ, der dieselben Zweifel und Ängste hat wie wir alle. So gerät auch er anfangs in die Fänge der Heilanstalt. Aber im Laufe der Geschichte wächst er über sich hinaus, indem er den schönen Schein überwindet und den Weg zur Wahrheit findet. Er befreit sich aus der behaglichen Illusion und blickt hinter die Kulissen. Das klingt zunächst wenig heldenhaft, ist aber in Wirklichkeit eine große Leistung, zu der nur wenige imstande sind. Die meisten Patienten der Heilanstalt laufen blind ins Verderben, während Patrick den Mut findet, die Augen zu öffnen und gegen die finsteren Mächte im Verborgenen anzukämpfen. Immer skeptisch zu sein und alle Vorgänge kritisch zu hinterfragen, für Gerechtigkeit und Wahrheit einzutreten, halte ich für wahres Heldentum. Dazu braucht man keine außergewöhnlichen Fähigkeiten, stählernen Muskeln oder andere klischeehaften Eigenschaften.

 

7. Welche Tipps würdest du jungen Autoren geben die, an ihrem ersten Roman sitzen?

 

Simon: Beim Schreiben eines Romans sollte man sich an eine möglichst genaue Skizze halten, um sich in der Handlung, bei den Figuren und Schauplätzen nicht zu verzetteln. Niemand kriegt auf Anhieb ein perfektes Skript hin. Aber wenn man sich einen Plan zurechtlegt, werden am Ende weniger Nachkorrekturen nötig sein. Das Schreiben eines Romans ist ein langwieriger Prozess, der viel Ausdauer und Geduld verlangt. Das muss man akzeptieren. Um nicht die Motivation zu verlieren, sollte man sich nicht ständig das weit entfernte Ende vor Augen führen, sondern den Schreibprozess in kleine Etappen einteilen. Ich empfehle außerdem ein festes, wöchentliches Pensum, an das man sich strikt hält, um einen beständigen Fortschritt zu erzielen. Eine längere Pause führt oft dazu, dass man den Anschluss und den Überblick verliert. Außerdem birgt sie die Gefahr, nicht wieder in den Arbeitsprozess zurückzufinden und das Projekt abzubrechen. Prokrastination (Aufschiebeverhalten) stellt auch eine große Gefahr dar. Um den Rahmen nicht zu sprengen, möchte ich nicht weiter darauf eingehen. Aber ich empfehle jedem Autor, sich mit diesem Phänomen, von dem wir – wie ich glaube – alle betroffen sind, frühzeitig auseinanderzusetzen. Es gibt ein paar nützliche Tricks, die helfen, den inneren Widerstand zu brechen und regelmäßig und effektiv zu arbeiten.

 

8. Eine kleine Frage Runde:

 

Kaffee oder Tee

Kaffee

Flipp Flops oder Badelatschen

Badelatschen

Romantisch oder Rational

Rational

Kino oder Fernsehen

Kino

Hörbücher oder Bücher

Bücher

Winter oder Sommer

Sommer

Mit der Hand schreiben oder auf dem Computer

Auf dem Computer

 

9. Welche Ziele/Wünsche hast du für dieses Jahr?

 

Simon: Bis zum Jahresende möchte ich vier weitere Bücher veröffentlichen. Wie schon erwähnt, überarbeite ich derzeit ein älteres Manuskript, um es bis zur Jahreshälfte in zwei Bänden herauszugeben. Außerdem habe ich vor kurzem ein Fortsetzungs-Projekt begonnen, von dem ich in diesem Jahr die ersten beiden Teile veröffentlichen möchte.

 

„Die Heilanstalt“ ist viel besser gestartet, als ich mir das erhofft hatte. Ich wünsche mir, dass die positive Entwicklung anhält und auch meine künftigen Bücher erfolgreich sein werden. Es ist mein langfristiges Ziel, von den Bucheinnahmen meinen Lebensunterhalt zu bestreiten, um mich ganz auf das Schreiben konzentrieren zu können. Aber das wird mir in diesem Jahr wohl noch nicht möglich sein.